„Harnwegsinfektionen“ hier:
Chronische
Pyelonephritis
Bakterielle
interstitielle Nephritis
J.E. Scherberich
2. Medizinische Abteilung, Schwerpunkt Nieren-und Hochdruck-
krankheiten, Städt. Krankenhaus München-Harlaching
Akadem.Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität
München
Sanatoriumsplatz 2, D-81545 München
Tel: 089- 6210-2450
Fax 089-6210-2451
e-mail: JScherberich
@nierenzentrum.de
Korrespondenzanschrift:
Prof. Dr. J.E. Scherberich
2.Med. Abteilung-Schwerpunkt Nieren-u.Hochdruckkrankheiten
Sanatoriumsplatz 2
D- 81545 München
Pathogenese, dualistisches Pathogentätskonzept
Charakteristische Laborbefunde bei
chronischer Pyelonephritis
Persistieren Bakterien bzw. deren
Antigene in der Niere, so entwickelt sich i.A. eine meist langsam progredient
verlaufende interstitielle Nephritis als klassische chronische Pyelonephritis
(cPN), die bis zur terminalen dialysepflichtigen Niereninsuffizienz führen
kann. Die Symptomatik der cPN ist uncharakterstisch (Müdigkeit, dumpfe Rückenschmerzen,
inkonstant Dysurie, Pollakisurie, subfebrile Temperaturen). Initiiert wird sie,
indem Darm-Bakterien aus der Periuretheralregion an Uroepithelien und
Tubuluszellen adhärieren, begünstigt durch microbielle fibrilläre (Pili) oder
nichtfibrilläre Adhäsine. Pyelonephritogene Stämme dringen in Uro-und Nierenepithelien,
akkumulieren dort, oder, die Zellschranken überwindend, formieren im Interstitium
”Infektionsstraßen”. Kapselbestandteile wie O-und K-Antigene, sowie Endotoxin,
Peptidoglycan bzw. Lipocheichonsäure induzieren die Anhäufung unspezifischer
und spezifischer Entzündungszellen (Granulo-, Mono-, Lymphozyten), die über Enzyme,
Sauerstoffradikale und fibrogene Zytokine Nephrone schädigen und bindegewebig
transformieren. Förderlich sind Harnabflußstörungen, Reflux,
Uro/Nephrolithiasis, Schwangerschaft, Diabetes mellitus, humorale und zelluläre
Immundefekte, Immunsuppression (z.B.nach Organtransplantation), Autoimmunphänomene
(antigene Mimikry). Die Diagnose cPN unterstützen: erhöhtes CRP, evtl. Leukozytose,
aktivierte CD14+/16+ Blut-Monozyten (>10%), in Verbindung mit einer
Leukozyturie erhöhte Konzentrationen von Albumin und alpha-1-Mikroglobulin im
Harn, evtl. Granulozytenzylindern, wechselnd positive Harnkulturen mit geringen
Keimzahlen (103-105 /ml Harn), ”typischen” sonographischen und pyelografischen
Kriterien. Die Therapie umfaßt: Sanierung einer möglichen Grunderkrankung, Gabe
nierengängiger Antibiotika nach Antibiogramm (Bolus und Langzeitapplikation), Induktion
wechselnder Harn pH-Werte, i.v. Immunglobuline (IgM, IgG) und Vakzination mit
lyophilisierten uropathogenen Erregern..
chron.
Pyelonephritis, dualistisches Pathogenitätskonzept, Diagnose, Therapie
Intrarenal persistence of bacteria or microbial antigens an interstitial
nephritis may induce the classical type of chronic pyelonephritis (cPN). The
disease slowly progresses and may result in end-stage renal failure requiring
organ replacement therapy. Clinical symptoms are mild (tiredness, dull back
pain, infrequent dysuria, alguria, pollacisuria, subfebrile temperatures).
Pathogenetically cPN stems from bacteria (E.coli, staphylococci, enterococci,
pseudomonas) of the intestinal flora - present at the periurtheral area- which
adhere and colonize uroepithelia and renal tubular cells through fibrillar
(pili) or nonfibrillar adhesins. Adherent bacteria may invase host cells and
transfer into the renal interstitial space. Capsular O- and K-antigens,
endotoxin, peptidoglycane and lipoteichonic acid induce the influx of inflammatory
blood cells which subsequently cause (release of cytokines, oxigen radicals)
nephron damage and tubulointerstitial fibrosis Obstruction, reflux, urolithiasis,
pregnancy, diabetes mellitus, humoral and cellular immunodeficiencies,
immunosuppression, autoimmunological stimuli (antigenic mimicry) facilitate the
development of cPN. Biochemical analyses reveal elevated CRP, leucocytosis,
increased CD14+/CD16+ blood monocytes (>10%), leucocyturia, albuminuria,
elevated alpha-1-microglobulin excretion, and white cell casts. Urine cultures
disclose ”low-count” bacteriuria (102-105 cells/ml), ”typical” ultrasound and
i.v. urographic signs of cPN. Therapy includes treatment of underlying disease,
antibiotics according to resistogram (bolus and longtime application), urine
acidification (L-methionine), i.v. immunoglobulins (IgM, IgG), and oral
vaccination applying lyophilized uropathogens respectively.
chronic pyelonephritis, host-germ dual pathogenesis, diagnosis,
treatment
Quintessenz: Die klassische chronische Pyelonephritis (cPN)
beruht auf der epithelialen Adhärenz, renalen Invasion und Persistenz
nephropathogener Erreger, ist langsam progredient, bei uncharakteristischer
Klinik. Auszuschließen sind u.a. Urolithiasis, Obstruktionen, Diabetes
mellitus, Harnwegsanomalien, Nierendysplasien, Stoffwechselerkrankunge,
Immundefizienz.. Typisch sind nichtsignifikante Bakteriurien, Leukozyturie,
tubuläres Muster der Proteinurie mit erhöhter
alpha-1-Mikroglobulinausscheidung, unregelmäßig breite Nierenrinde,
Kelchhalstenosen/ektasien. Die Therapie umfaßt die oft langzeitige
Antibiotikagabe nach Resistogramm, Sanierung einer Grunderkrankung,
Harnansäuerung sowie die orale Vakzination mit uropathogenen Keimen.
Die chronische Pyelonephritis (cPN)
verläuft klinisch zunächst wenig spektakulär. Damit steht sie im Gegensatz zu
den Symptomen der meisten „unteren Harnwegsinfektionen“ (Blase, Harnröhre
betroffen), die eher typischerweise mit Beschwerden einhergehen: Brennen beim
Wasserlassen, d.h. Dysurie und Algurie, häufiges Wasserlassen (Pollakisurie).
Derartigen Symptomen unterliegen 15-20% aller Frauen mindestens einmal in ihrem
Leben. Untere (unkomplizierte) Harnwegsinfekte heilen i.A. schnell und ohne
nachteilige Folgen aus.
In der Vordialyseära wurde bei
urämischen Patienten die Diagnose einer cPN als Ursache der terminalen
Niereninsuffizienz (Urämie) neben der der Glomerulonephritis am zweithäufigsten
gestellt. Die Existenz einer cPN, d.h. einer chronisch destruierenden
bakteriellen Infektion des Nierenparenchyms, ist, unter den heute verfügbaren
medizinischen Möglichkeiten, jedoch gelegentlich angezweifelt worden. Dies um
so eher angesichts wirksamer Breitspektrumantibiotika. Differentialdiagnostisch
ist die cPN von einer rezidivierenden Zystitis, obstruktiven Nephropathie,
Nephrolithiasis, medikamententoxischen Nephritis wie der Analgetikanephropathie,
der interstitiellen Nephritis bei Systemerkrankungen, Markschwammniere, Nierenbeteiligung
bei „incrustierter Pyelitis ( 32.), oder bei Formen der renal tubulären Azidose,
etc. abzugrenzen ( 12 ).
Das klinische Bild einer cPN
besteht unverändert, wenn auch in einer zu früheren Jahrzehnten veränderten Facette
(3-5, 12, 16, 22.). Tatsache ist, daß R. Cotran (Boston Univers.) bei insgesamt
8% aller in einem Krankenhaus Verstorbener, die einer
autoptisch-pathohistologischen Analyse zugänglich waren, im Nierengewebe
bakterielle Ablagerungen nachweisen konnte.
Welche klinischen Kriterien müssen
für die Diagnose cPN vorliegen, welche Parameter sichern die Diagnose, welche
therapeutischen Strategien bieten sich an ?
Die cPN ist ihrer
Ursprungsdefinition nach infektiöser Genese, ausgelöst durch nephrotrope
„uropathogene“ bzw. ”pyelonephritogene” Bakterien, d.h. Erreger, die Affinität
zu Zellen der ableitenden Harnwege und
des Nierengewebes besitzen (3, 12, 27). Die cPN kommt ein- und beidseitig vor.
Eine cPN könnte sich auch auf dem Boden eines viralen Infekts entwickeln (z.B.
Hantaan, Pumulaviren, Parvovirus B19, Papillomaviren), die das Niereninterstitium
und die Tubuluszellen schädigen oder es sind Pilze beteiligt. Die Keimaszension
über die ableitenen Harnwege in die Niere ist pathogenetisch am häufigsten. Die
primär bakterielle cPN ist herdförmig destruierend. Makroskopisch ist die
Nierenoberfläche gehöckert (weiße „Eiterherde“), oder narbig zerfurcht, das
Nierenparenchym assymetrisch geschrumpft, das Nierenbeckenkelchsystem häufig
erweitert. Eine Sonderform ist die seltene xanthogranulomatöse PN mit
Schaum-und Epitheloidzellen.
Ein Beschwerdebild der cPN kann
zunächst fehlen oder ist uncharakteristisch: Leistungsminderung, Müdigkeit,
Kopfschmerzen, Inappetenz mit Gewichtsabnahme, diffuse (dumpfe) nicht genau
lokalisierbare Rückenschmerzen - als vertebragen fehlgedeutet- evtl. subfebrile
Temperaturen, häufigeres Wasserlassen (Pollakisurie), Polyurie, Nykturie. Eine
Dysurie oder Algurie stehen i.d.R. nicht
regelhaft im Vordergrund.
Prädisponiert für eine cPN sind
Frauen, Schwangere (geringer Uretertonus, verminderte ureterale Peristaltik),
Patienten mit Diabetes mellitus, Pat. mit Systemerkrankungen unter Immunsuppression
oder nach Nierentransplantation, Patienten mit Harnabflußstörungen wie versikoureteralem
Reflux, Nierensteine (Nephro-/Urolithiasis; Abb.1.), hereditären Anomalien
(Doppelniere, Markschwammniere, unilaterale Verschmelzungsniere, Uterer fissus
etc.), neurogene Blasenentleerungsstörungen.
Auszuschließen ist weiterhin eine renal tubuläre Azidose Typ I (distal
tubuläre Form), die regelhaft mit rezidivierender Nephrolithiasis kombiniert
ist. Eine renal tubuläre Azidose kann isoliert auftreten (meist angeborene
Formen mit Fanconi Syndrom), oder steht in Zusammenhang mit verschiedenen
Grunderkrankungen (z.B. Plasmozytom, Sarkoidose, Amyloidose; Medikamente)
Die Entstehung einer cPN hängt
nicht nur von der Virulenz der Erreger, sondern auch von humoralen und zellulären
„immunologischen“ Abwehrfaktoren des Wirts ab.
Die chronische PN kann, nach
verschiedenen Infektionsmodellen, ”primär” entstehen, muß sich also nicht über
eine akute PN entwickeln. Im Frühstadium der Erkrankung steht die Imbalanz wirts-und erregerspezifischer
Faktoren, verbunden mit Autoimmunphaenomenen ( 3, 4, 22). Letztere beruhen
auf möglichen antigenen Gemeinsamkeiten zwischen Bakterien und Wirtszellen
(antigene Mimikry). Die Wechselwirkung mikrobieller ”Virulenz-Faktoren” mit
Membranoberflächenantigenen von Wirtszellen (Uroepithel, Tubuluszellen) ist für
die sog. ”Initiation” der chronischen PN fundamental (= dualistisches
Pathogenitätskonzept (Abb.2):
Pyelonephritogene Stämme haben ein spezielles Repertoire virulenter Faktoren (30): fibrilläre
(Pili, P-Fimbrien) und nichtfibrilläre Adhäsine, Phagozytose-inhibierende
Proteine (Tra-T), Resistenz-Plasmide (Transposom), ein Enzymbesteck aus
Myeloperoxidasen, Hämolysinen und anderen Zytolysinen, eine Protease (Metalloproteinase
z.B. von Proteus mirabilis), die spezifisch
schleimhautständiges sekretorisches IgA inaktiviert, Proteine und Polysaccaride
mit mitogenen und pyrogenen, d.h. Fieber-auslösenden Eigenschaften (LPS,
Peptidoglycan, Lipoteichonsäure) etc. Als entscheidend für die Haftung der
Keime an den Epithelien der ableitenden Harnwege und Tubulusepithelien werden
filamentäre Oberflächenhärchen, die sog. Pili oder P-Fimbrien angesehen. Die Bindung
ist teilweise kompetitiv durch Zuckersubstanzen (Mannose, Galactose) zu hemmen.
Beispiel für eine
Erreger-spezifische Virulenz ist die Anwesenheit der Polysaccharid Kapselantigene
K1 oder K5 bei Stämmen von Escherichia
coli. K1-positive E.coli haben eine erhöhte Uropathogenität und schützen
offensichtlich den Keim vor Phagozytose und der natürlichen (erworbenen)
Bakterizidie des Serums. Etwa 11% aller E.coli Stämme, die sich aus dem Harn
von Patienten mit Harnwegsinfekten isolieren lassen, sollen das K1-Antigen
synthetisieren.
Bestandteil gram-negativer Keime sind O-Antigene, zu denen Lipopolysaccaride
(LPS, Endotoxin) gehören. LPS bindet an einen Rezeptor von Monozyten (Blut)
oder Makrophagen (Gewebe). Diese Bindungsstelle, in erster Linie auf
Antigen-präsentierenden Leukozyten, ist das CD14-
Molekül (17, 25); CD14 kommt neben der membrangebundenen in einer löslichen
Form von ca 58 kDa vor (33) . Inzwischen ist bekannt, daß auch Bestandteile Gram-positiver Bakterien wie Peptidoglycan/
Lipoteichonsäure an den CD14-Rezeptor von Leukozyten (insbesonders Monozyten,
Makrophagen, Granulozyten) binden. Dadurch werden die Zellen aktiviert und
setzen proinflammatorische und fibrogene Zytokine frei, darunter Interleukin1,
Interleukin-6 und Tumor-Nekrosefaktor-alpha ( 17, 26 ). Fibrogene Zytokine
fördern den bindegewebigen Umbau des Niereninterstitiums, was häufig mit einer
fortschreitenden Niereninsuffizienz einhergeht.
Wirtszellen (Uro- und
Nierenepithelien der Tubuli) und immunkompetenten Zellen (Makrophagen, T-,
B-Lymphozyten, Killerzellen) sind fähig, einer bakterielle Zytoadhärenz und
Invasion der Erreger in die Niere entgegenzutreten, d.h. es existiert eine
erworbene und genetisch determinierte ”Abwehrstrategie”. Eine erworbene Form
ist die „natürliche Bakterizidie“ des Serums durch neutralisierende
antimikrobielle Antikörper und Complement. Weitere umfassen u.a.
Effektormechanismen der humoralen und zellulären Immunabwehr sowie:
Wirtsspezifische Faktoren in der Genese einer chronischen
PN: Membrankomponenten auf Nieren -und Uroepithelien, die Bakterien und ihre
Antigene binden können (3, 14-16, 28, 29 ). Die Adhärenz vermittelnden
Zellstrukturen sind Oligosaccharide, z.B. der endständigen Komposition a-D-Gal-(1-4)ß-D-Gal,
wobei Verbindungen zu Blutgruppenantigenen bestehen.
Nach ihrer Adhäsion können
Bakterien die Epithelgrenzen überwinden, in dem sie in die Wirtszellen penetrieren,
sich dort vermehren bzw. ins Niereninterstitium vordringen. Bakterielle Fragmente (sog. Persister/Sphäroblasten)
können monate/jahrelang im Nierengewebe fixiert bleiben, umgeben von
entzündlichen Infiltraten und unbeeinflußt von einer antibiotischen Therapie
(15, 27 ). In etwa 8% aller Autopsienieren lassen sich immunhistologisch amorphe,
feinschollige im Interstitium abgelagerte bakterielle Antigene nachweisen.
Frauen mit Blutgruppe A oder AB, die Nichtsekretorinnen dieser
Blutgruppensubstanzen sind, sind für Urogenitalinfekte und cPN empfänglicher,
als solche mit positivem Sekretorstatus. Sekretorisches IgA und IgM sowie das
Tamm-Horsfall Uromucoid (aus dem aszendierenden Teil der Henle`schen Schleife)
sind schleimhautprotektive und hemmen die Kolonisierung uropathogener Keime.
Charakteristisch für die cPN sind
an Gewebsschnitten ausgeprägte tubuläre Atrophien bzw. komplette Nephronuntergänge
mit bindegewebiger Transformation, fokal entzündliche Infiltrate aus
Makrophagen und Lymphozyten, periglomeruläre und interstitielle Fibrose,
”Kollapsglomerulopathie” (sekundäre Glomerulosklerose), dilatierte Tubuli der
Restnephrone (Pseudo-Strumabild), z.T. mit Akkumulation einer
Tamm-Horsfall-haltigen Matrix. Tamm-Horsfall Uromucoid, aus Zellen des distalen
Tubulus, kann immunhistologisch auch in Glomeruli oder atypisch im Interstitium
(”backleak”, Tubulorhexis, Extravasation) nachweisbar sein. Dieses Phaenomen
liegt häufig bei renaler Obstruktion oder „intrarenalem Reflux“ vor. Interstitielles
TH-Uromucoid soll entzündliche Umgebungsreaktionen zeigen und mit eine cPN unterhalten.
Die Diagnose einer chronischen PN stellt sich erst aus des Synopsis bestimmter Blut-und Harnparameter,
sowie über bildgebende Routineverfahren ( 2 ). Auch über Jahre rezidivierende
Harnwegsinfekte mit Dysurie, Algurie und Pollakisurie dürfen nicht voreilig als
cPN interpretiert werden.
Meist erhöht ist im Serum das CRP
(> 0.6 mg/dl), evtl. Leukozytose. Zytokinbestimmungen wie IL6 bringen keine
weiteren Vorteile. Bei chronischer Pyelonephritis ist der Anteil aktivierter
Blutmonozyten (CD14+/CD16+) auf über 10% der Gesamtmonozyten (Median normal bis
8%) erhöht. Bei (bakterieller) Urosepsis möglicherweise hilfreich: erhöhte
Serumkonzentrationen für Präcalcitonin (> 1 ng/ml). Das Serumkreatinin kann
normal oder, in fortgeschrittenen Stadien, erhöht (> 1,3 mg/dl) sein.
Für praktisch alle
Harnuntersuchungen ist die Gewinnung eines Mittelstrahlurins
(MSU) essentiell. Diese
präanalytische Phase in der Diagnostik ist jedoch schon mit Fehlern behaftet,
da zu vermuten ist, daß nur in wenigen Fällen die Vorgaben zur richtigen
Gewinnung des MSU eingehalten werden :
MSU Gewinnung bei Frauen: 1.) Spreizen der Labien, 2.)
Innere Vulvaregion wird mit Seife gewaschen 3.) Wischen der Harnröhrenöffung
mit einem feuchten Tuch (z.B. Gaze) von vorn nach hinten, 4.) Verwerfen der
ersten Strahlportion während der Blasenentleerung 5.) Auffangen der mittleren
Harnportion in steriles Behältnis.
MSU-Gewinnung bei Männern: 1.) Rückziehen der Vorhaut 2.)
Eichel (glans penis) mit Seife reinigen, 3.) Wischen der Harnröhrenöffnung mit
feuchtem Einmaltuch (Gaze); 4.) Verwerfen der ersten Harnstrahlportion während
der Blasenentleerung (Miktion), 5.) Auffangen des Mittelstrahlurins in steriles
Behältnis. Gekühlter Transport ins Labor.
Indirekter Test auf Zellen,
Eiweiß, Zucker, Blut (mit Eintauch-Teststreifen):
frisch gewonnene Mittelstrahl-Harnprobe: im
Multiteststreifen zeigt sich zytochemisch ein positives Leukozytenfeld
(Granulozytenesterase +), evtl. ist begleitende das Nitritfeld positiv
(bakterielles Folgeprodukt); Fallstricke: Leukozytenesterase eher falsch
positiv, Nitrittest eher falsch negativ.
Der Nitritnachweis ersetzt nicht die kulturelle Keimzahlbestimmung. Die
bei Harnwegsinfekten erhöhte induzierbare Stickstoffoxidsynthase (NOS) ist die
Grundlage eines offenbar besseren ”Bakterientests”, in dem
Nitroblau-tetrazolium in Formazan umgewandelt wird (21).
Leukozyturie (> 5-10 Leukozyten
pro Gesichtsfeld bei 400 facher Vergrößerung), evtl. Granulozytenzylinder und
Rundzellen im Mittelstrahlurin. Rundzellen (= Nierenzellen, Tubuluszellen) oder
„geschwänzte Zellen“ aus den Übergangsepithelien der ableitenden Harnwege.
Künftig möglich sein wird die automatische durchflußzytometrische
Differenzierung des Harnsediments und frei suspendierter Zellen einer
Harnprobe.
Weiterhin: niedrigosmolaler Harn
(Konzentrierungsdefekt), vermehrte Bicarbonatausscheidung (eingeschränkter
Basensparmechanismus durch tubuläre Läsionen) und eher alkalischer Harn-pH als Folge einer renal-tubulären
Azidose (Typ I) oder einer Keimbesiedelung mit z.B. Proteus mirabilis oder
bestimmten Isolaten von Klebsiella pneumoniae.
Als Virulenzfaktor produziert
Proteus das Enzym Urease, die Harnstoff hydrolysiert und Ammoniak bildet
(Harn-pH > 6). Alkalischer Harn-pH
begünstigt die Präzipitation von Magnesium-Ammonium-Phosphat (Struvit) und
Kalcium-Phosphat (Apatit), und damit die Steinbildung.
Die bakteriologische Harnanalyse
(z.B. Eintauchnährböden) führt bei cPN selten zu ”signifikanten” Keimzahlen
Typisch sind eher Keimzahlen zwischen 104 – 105 Keime/ml
Harn (sog. „low count bacteriuria“).
Davon zu unterscheiden sind andere
Gründe, die geringe Keimzahlen im
Harn erwarten lassen:
- niedriger Urin-pH
- hohes Harnvolumen (Polyurie)
- langsames Bakterienwachstum
- Anwesenheit antimikrobieller
Substanzen (positiver Hemmtest durch Antibiotika)
- wechselnde „Krankheitsaktivität“
Werden stets identische Stämme aus
den Harnproben kultiviert, so handelt es sich um eine rezidivierende cPN
(”relaps”), wechselt dagegen der Erreger, so liegt eine Neuinfektion vor. Die
Überprüfung des antibakteriellen Resistenzspektrums ist obligat (Antibiogramm).
Mykoplasmen, Mykobakterien, Anaerobier und Pilze werden mit Universalnährböden
nicht erfaßt, sondern erfordern selektive Methoden. Die Untersuchung auf
Antikörper-beladene Bakterien als Beleg für das Vorliegen einer oberen
Harnwegsinfektion (cPN) hat sich nicht etabliert.
Die Art der an einer cPN
beteiligten Keime ist nicht zu vergleichen mit dem Spektrum, wie es z.B. bei
ambulant erworbenen unkomplizierten Harnwegsinfekten vorkommt. Während hier E.
coli überwiegt, sind bei cPN eher „sekundär pathogene Erreger“ zu erwarten: Enterokokken (Enterococcus faecalis); Proteus
mirabilis, Klebsiellen, Pseudomonas aeruginosa , Serratia, Staph aureus, Stenotrophomonas maltophilia etc.
Probenart ist der Mittelstrahl-Harn, d.h. ein Sekunden
nach Beginn der Miktion aufgefangenes Aliquot eines in der Zeit zwischen z.B.
8.00 und 11.00 Uhr gelassenen ”zweiten Morgenurins”. Zur Präanalytik vergl (2,
18, 24).
Ausschlaggebend für die Diagnose
einer cPN ist der Nachweis sog. tubulärer
Proteine (Mikroglobuline), insbesonders des alpha-1- Mikroglobulins, einem pH-stabilen Serumprotein vom
Molekulargewicht 31.000 Dalton. Sind die Nieren im Rahmen einer oberen Harnwegsinfektion relevant
beteiligt, so liegt die Ausscheidung von alpha-1-Mikroglobulin deutlich über 14
mg/ Gramm Kreatinin, oft bis 300 mg/gr. Kreatinin und mehr. Ungeachtet einer
normalen Albuminkonzentration im Harn (< 20 mg / gr. Kreatinin) findet sich
bei cPN in der SDS-Polyacrylamid Gelelektrophorese ein oft ausgeprägtes
Eliminationsmuster kleinmolekulärer Serumproteine = komplett tubuläre Form der
Proteinurie (s.u.).
Tubulusenzyme, wie z.B. die
lysosomale N-acetyl-ß-D-Glucosaminidase (ß-NAG) können bei fortschreitender cPN
als Zeichen des Gewebsumbaus in Harnproben erhöht sein (>5-8 U/gr
Kreatinin).
Die Bedeutung des Ausscheidungsmuster von Eiweißen im Harn
in der Diagnostik verschiedener Erkrankungen der Niere wird unter www.nierenzentrum.de oder unter www.proteinurie.de beschrieben.
Mögliche bildanalytische Merkmale
einer cPN sind: ein- oder beidseitige Nierenveränderungen wie: unterschiedliche
Nierengrößen, unregelmäßige, z.T. grobe Unregelmäßigkeiten der Nierenoberfläche,
lokal verschmälerter Parenchymsaum, fokal hypertrophierte Arreale, die ”Pseudotumoren”
gleichkommen, aufgehobene Rinden-Mark-Differenzierung, u.U. diffuse Verdichtung
der Echotextur, Kelchzysten, ektatisches Pyelon, Verschiebung des
Parenchym-Pyelon-Verhältnisses (normal 1:2) zugunsten des Pyelons, verstärkte
und unruhige Echogenität des Pyelons und der Papillen, Endstadium der diffus
echodichten kleinen Niere mit ”kleeblattartigem” Profil. Die Unterscheidung
einer “harmlosen Erweiterung” (Dilatation) des Pyelons (Pyektasie) von einer
funktionell relevanten Obstruktion ist hier sonografisch nicht möglich. Bei
Schwangeren ist nach Flüssigkeitsprovokation (Hydratations-Sonographie) erst
die Zunahme einer „Stauung“ (insbesonders der rechten Niere) im B-Bild als
pathologisch zu bewerten.
Die Ausscheidungs-Urographie gibt
weitere Hinweise auf eine cPN: typisch sind Füllungsdefekte, Kelchverplumpungen,
abgerundete Fornices, Kelchhalsstenosen, Pyektasie, Kavitationen, fehlende
Kelchhalsmotilität, Papillennekrosen (Kontrastmittelringe), kerbige
Einziehungen, unregelmäßiges Parenchymprofil. Einbezogen werden können
urodynamische Funktionsprufüngen wie Zystometrie, Miktionszystureterographie, Elektromyographie
etc.
Die Computertomographie der Nieren
bei cPN : indiziert u.a. Verdacht auf Infektion einer Pseudozyste, perinephritischem
Abszess, inkrustierte Pyelitis (26), unklaren „Regeneratknoten“, PN im
Nierentransplantat.
Für die Diagnose cPN sprechen, bzw. ist nahezu beweisend, die Kombination einer Leukozyturie, hoher
Harn-pH, eine um das mehrfache erhöhte alpha‑1‑Mikroglobulin‑Ausscheidung,
( > 50 mg/ gr. Creatinin) ohne wesentliche glomeruläre Proteinurie,
wechselnd positive Harnkulturen (Keimzahlen ”nicht signifikant”), sonografische
und urografische Besonderheiten, wie beschrieben .
Klagt der Patient über dys- und
algurische Beschwerden, Flanken-/Rückenschmerzen, besteht eine Leukozyturie,
jedoch keine vermehrte
alpha-1-Mikroglobulinkonzentration im Harn und insbesonders kein tubuläres
Muster in der SDS-Polyacrylamid-Gelelektrophorese, so ist eine
Nierenbeteiligung im Sinne einer cPN so gut wie ausgeschlossen.
Wichtigster Ausgangspunkt einer
cPN im Kindesalter sind angeborene Anomalien der ableitenden Harnwege ( 3,
13 ). Bei 115 Patienten (99 Frauen, 16 Männer) bei denen in der Kindheit ein
vesicoureteraler Reflux nachgewiesen war, fanden sich überdurchschnittlich
häufig Harnwegsinfekte, arterielle Hypertonie (34%), Proteinurie und
Nierensteine (18%). ( 6 ). Ein bilateraler Reflux war mit 63% häufiger, als ein
einseitiger. In 72% war ein oberer Harnwegsinfekt nachweisbar, bei Frauen siebenmal
häufiger, als beim Männern.
Die asymptomatische signifikante
Bakteriurie in der Schwangerschaft
kommt in bis zu 10% aller Graviden vor. Im 1. Trimenon werden bereits bei 5%
aller Schwangeren eine Bakteriurie mit > 105 Keimen nachgewiesen. Aus dieser
Gruppe rekrutieren sich ca 40-50%, die über eine beschwerdearme perakute PN in
eine cPN übergehen. Charakteristisch ist die physiologische tonogene Dilatation
(besonders des rechten Nierenbeckenkelchsystems) der Schwangeren, die erst je
nach Ausfall von ”Provokationsmaßnahmen” als pathologisch einzustufen ist (s.
Sonographie). Uropathogen ist in ca. 86 % der Fälle E.coli. Etwa 12 % der
kultivierten Stämme ist primär gegen Cephalosporine resistent ( 8 ).
Die cPN bei Diabetes mellitus ist eines der Bilder einer diabetischen
Nierenbeteiligung, häufig vergesellschaftet mit (ischaemischen)
Papillennekrosen; diese imponieren klinisch wie eine ”Nierenkolik” bei Nephrolithiasis
(Mikro/Makrohaematurie). In schweren Fällen ist die Koinzidenz mit einer
niereninvasiven Mykose nicht untypisch.
Im postoperativen Verlauf nach Nierentransplantation ist fast immer
irgendwann ein Harnwegsinfekt nachweisbar. Die cPN im Transplantat ist jedoch
eher eine seltene Ursache einer Transplantatdysfunktion. Vorherrschend bei
rezidivierenden Harnwegsinfekten sind: E.coli, Staphylokokken, Enterokokken
Streptokokken, Klebsiellen, Pseudomonas. Wiederholte Infekte gehen z.T. mit
einem IgG-Subklassendefekt und verminderter Expression des Endotoxinrezeptor-Moleküls
CD14 auf Blutmonozyten einher ( 17 ). Wird der akute Schub einer Transplantatpyelonephritis
fälschlich als Abstoßungsreaktion mit erhöhter Immunsuppression behandelt,
droht neben der Urosepsis ein Transplantatverlust z.B. über eine Pyonephrose. Andererseits
kaschiert die Immunsuppression die mögliche Akuität einer
Transplantatpyelonephritis (31); zur Urosepsis vergl. Ref. 30.
Bakterielle Urease setzt Ammoniak
frei und erhöht den Urin-pH : Wechsel eines alkalischen in einen sauren Harn-pH
vermindert die Wahrscheinlichkeit einer bakteriellen Persistenz, da ungünstigere
Wachstumsbedingungen hierfür vorliegen. Die Ansäuerung des Harns kann erfolgen
mit: L- Methionin 500 mg, 3 x tgl. 1- 2 Filmtabletten. Kontraindikationen sind
u.a. Hyperurikämie, metabolische Azidose, Oxalose, Leberinsuffizienz.
Experimentell und auch klinisch
erprobt: Blasenspülungen mit bestimmten Zuckerlösungen (alpha-Methyl-Mannosid,
Galaktose-Galaktose) sollen eine bakterielle Zytoadhärenz mindern.
Behandlung nur nach Antibiogramm;
möglichst einleitende stationäre Therapie (parenterale Gabe). Hierzu gibt es
neue Empfehlungen ( 23 ). Kontraindiziert ist eine ”empirische Therapie”.
Behandlungsdauer: Bei der unkomplizierten unteren Harnwegsinfektion
gilt die Kurzzeittherapie („Bolustherapie“) über maximal drei Tage. Dagegen liegt die Therapiedauer bei
unkomplizierter symtomatischer Pyelonephritis (Frauen) bei wenigstens 2-3
Wochen.
Nach anfänglicher i.v. Gabe der
Antibiotika, kann auf eine orale Applikationsform umgestellt werden (”switch
Therapie”), Dauer je nach Bild zwischen 2 und 6 Wochen, z.B. bei sog.
„Struviten“ (Infektsteine, inkrustierte Bakterien) mit Obstruktion.
Unter Umständen
”Reinfektionsprophylaxe” als Langzeitgabe (Monate, Jahre) von Trimethoprim-Sulfamethoxazol
oder Gyrasehemmern (Ciprofloxacin, Ofloxacin, oder Levofloxacin (250 mg), die
auch Chlamydien-wirksam sind (3, 9, 12,13, 23). Im doppelblinden Vergleich zu
Cotrimoxazol schnitt eine mit Ciprofloxacin ambulant behandelte Gruppe prämenopausaler
Frauen mit unkomplizierter Pyelonephritis und ohne relevante Grunderkrankungen
besser ab, sowohl was die bakteriologischen Ergebnisse als auch die klinischen
Heilungsraten anging (Talan D et al. JAMA, 283; 1583-1590 (2000). Ein Grund
waren Cotrimoxazol-resistente E.coli Stämme. Dosierungen: Ciprofloxacin 2 x
tgl. 500 mg bzw. Cotrimoxazol (Bactrim u.a.) 2 x tgl. 160/800 mg. Die
klinischen u. bakteriologischen Daten rechtfertigten eine Verkürzung der Behandlungsdauer
auf eine Woche.
Schon subinhibitorische Antibiotikakonzentrationen, also
nicht-bakterizide niedrigere Dosierungen, sollen ausreichen, chronisch gegeben,
die Synthese adhäsiver Proteine (z.B. Pili) zu beeinträchtigen, bei gleichzeitig
geringeren Nebenwirkungen.
Für Schwangere nicht geeignet
sind Tetrazykline, Sulfonamide, Trimethoprim, Chinolone und Aminoglycoside,
möglich dagegen Penicilline (in Kombination mit ß-Laktamaseinhibitoren),
Cephalosporine, Monobactame, Glycopeptide und Makrolide.
Ob die Einführung neuer
Streptogramine bzw. Oxazolidinone (Linezolid) die Klinik Methicillin-resistenter
Staphylokokken (sog. MRSA) und Enterococcen entschärft, ist noch offen, aber
wahrscheinlich (7 ).
Bei komplizierten Verläufen einer
cPN, ergänzend zur i.v. Antibiose, empfiehlt sich unter Umständen die i.v.
Applikation hochdosierter auf 37 Grad C temperierter IgM-haltiger
Immunglobulinpräparationen (z.B. Pentaglobin, 4.0 ml/kg Körpergewicht langsam
über 2-3 Std.). IgM vermittelt eine 800- 1000 fach effektivere Phagozytose von
Erregern und Complementaktivierung als IgG. Bei antibiotikaresistenten Infektionen
war die Infusion einer IgM-haltigen Immunglobulinpräparation hilfreich: bei fieberhaften
(und septischen) Patienten, die bereits unter mehrfacher Antibiose standen,
verschwanden unter IgM-Infusion die Fieberschübe, die Leukozytose, besserte
sich der klinische Zustand und war eine frühzeitigere Verlegung von der
Intensivstation auf eine Allgemeinstation bzw. die Entlassung nach Hause möglich
(19 ). Die Indikation ist für jeden Einzelfall differenziert zu stellen.
Orale Einnahme lyophilisierter
E.coli Stämme (Uro-Vaxom, Uro-Munal, 1 x 1 Kps. a 6 mg morgens nüchtern) wirkt
unspezifisch stimulierend auf die Phagozytoseaktivität von Granulozyten, die
Synthese von sekretorischem IgA (IgM), Interferon und die Bildung
speciesspezifischer neutralisierender antibakterieller Antikörper (1, 20 ).
1.
CRP
>0.6 mg/dl, evtl. Leukozytose,erhöhte Zahl CD14+/CD16+ Blutmonozyten
(>10% der Gesamtmonozyten).
2.
Leukozyturie,
Granulozytenzylinder, gemischte Zylinder, Rundzellen (Tubuluszellen)
3.
Teststreifen:
0-30 (100) mg Eiweiß, Leukozytenesterase positiv,niedrige Osmolalität, Harn
pH> 6.
4.
Ausscheidung
kleinmolekularer Serumeiweiße, z.B. alpha-1-Mikroglobulin >> 20 mg/Gramm
Kreatinin im Harn
5.
komplett
tubuläre Proteinurie (SDS-PAGE), in Spätstadien zunehmende hochmolekulare
„glomeruläre“ Serumkomponenten
6.
Harnkulturen
(wechselnd positiv), Keimzahlen 102 - 105 Wiederholt
gleiche Erreger (Relaps) oder neue Erreger
7.
positive
bildanalytische Befunde (Sonografie, i.v.Urografie).
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